Räude beim Hund – 5 Symptome & Behandlung

Räude beim Hund wird durch verschiedene Arten von Milben verursacht, die darunter am häufigsten auftretende ist die Sarcoptes Milbe (Sarcoptic Mange).
Diese Milben können auf unterschiedlichste Weise übertragen werden, also sowie beim direkten Kontakt der Tiere, als auch nur beim indirekten Kontakt durch kontaminierte Gegenstände und Oberflächen.

In diesem Beitrag erfahrt ihr alles weitere zur Behandlung, Vorbeugung und woran ihr die Räude beim Hund überhaupt erkennt!

Symptome von Räude beim Hund

Die Symptome von Räude können je nach auftretender Milbenart von der Stärke her sehr variieren. Die typischen Anzeichen einer Räude beim Hund sind unter anderem:

  • Juckreiz – welcher gering, aber auch sehr stark ausfallen kann. Teils kratzen sich Hunde dann sogar blutig und erleiden dadurch ebenfalls einen erhöhten Haarverlust.
  • Es führt zu Schuppen- und Krustenbildung, angefangen an den befallenen Stellen, sich ausbreitend auf immer mehr Regionen des Körpers.
  • betroffene Bereiche können sich entzünden und infizieren, was dann oft weitere Folgen hat.
  • In seltenen Fällen verlieren Hunde an Gewicht
  • Unwohlsein und Mattigkeit

Treffen eine oder mehrere dieser genannten Dinge auf euer Tier zu, sollte man nicht zögern damit zum Tierarzt zu gehen!
Eine frühzeitige Diagnose kann die darauffolgende Behandlung um einiges erleichtern.

räude beim hund
Räude ist bei Hunden oft verbunden mit starkem Juckreiz…

Ist Räude heilbar?

Ja, auch wenn es teils sehr langwierig ist, ist Räude beim Hund dennoch heilbar. Eine vollständige Abheilung erfordert viel Konsequenz und auch etwas Durchhaltevermögen. Am wichtigsten ist, die Diagnose und Behandlung rechtzeitig zu beginnen, um der Räude schon im Anfangsstadium entgegen zu wirken.

Diagnose von Räude beim Hund

Die Diagnose von Räude basiert in der Regel auf einer gründlichen klinischen Untersuchung, was vorerst das Gespräch mit dem Halter ist, sowie einer kleinen Hautprobe zur Identifizierung der Milben, deren Kot oder auf der Haut gelegten Eier unter dem Mikroskop.
In einigen Fällen kann auch eine Hautbiopsie erforderlich sein, um die genaue Art der Infektion zu bestimmen. Blutuntersuchungen hingegen geben jedoch erst nach einiger Zeit Aufschluss darüber, ob ein Milbenbefall vorliegt, da sich die Antikörper nicht sofort bilden.

Behandlung von Räude beim Hund

Die Behandlung von Räude erfordert eine Kombination aus medizinischen Maßnahmen und Hygienemaßnahmen die ihr im eigenen Zuhause vornehmen müsst. Ähnlich wie bei einem Befall mit Flöhen, werden spezielle Spot-On Präparate, Shampoos*oder Salben zur Bekämpfung der Milben eingesetzt.
In schwereren Fällen können auch Medikamente, wie beispielsweise ein Antibiotikum oder diverse Infusionen erforderlich sein.

Zusätzlich könnte der Tierarzt gegen den Juckreiz auch Kortison verschreiben, sollte dieser den Hund in den Wahnsinn treiben. Leider schwächt Kortison das Immunsystem zusätzlich, wodurch diese Entscheidung gut abgewägt werden sollte.

Darüber hinaus ist es wichtig, die betroffenen Bereiche sauber zu halten und gerade bei langhaarigen Hunden das Fell zu schneiden, um die Behandlung zu erleichtern.
Neben der Behandlung muss ebenfalls die Hygiene rings um den Hund stimmen, Milben können sich sonst auf Gegenständen festsetzen und den Hund erneut befallen.
Regelmäßiges Saugen, Waschen des Hundebettes, Desinfizieren etc. gehören also im gewissen Maß auch zu einer erfolgreichen und möglichst schnellen Behandlung.
Andere im Haushalt lebende Hunde sollten unbedingt mit behandelt werden, unabhängig davon, ob sie auch Räude haben.

Natürlich Heilmittel wären ein weiterer Schritt um die Behandlung zu verschnellern und den Juckreiz zu lindern, Kokosöl* ist in diesem Fall sehr zu empfehlen, aber nicht als alleinige Behandlungsform. Aloe Vera Gel* kann unterstützend für die Bildung neuer Hautzellen sein und gibt der Haut zusätzliche Feuchtigkeit, was ebenfalls beim abheilen hilft.

Räude beim Hund – kann sich der Mensch anstecken?

Ja, Räude kann sich ebenfalls auf den Menschen übertragen. Aber: Sie kann sich nicht auf dem Menschen vermehren, da der Mensch ein Fehlwirt ist. In einigen Fällen kann es wenn überhaupt zu leichten Juckreiz kommen und wenn, bestehen die Symptome nicht lange, da die Milben unmittelbar auf unserer Haut absterben.
Sollte es bei euch jedoch zu Komplikationen kommen, sucht besser einen Arzt um, um auf Nummer sicher zu gehen.

Vorbeugung von Räude beim Hund

Um Räude bei Hunden vorzubeugen, sind regelmäßige Tierarztbesuche Pflicht, um sicherzustellen, dass alle Impfungen aktuell sind und die allgemeine Gesundheit des Tieres passt.
Der Kontakt zu infizierten oder vermutlich infizierten Hunde sollte unbedingt vermieden werden.
Ebenso gilt es das Zuhause so sauber wie möglich zu halten und die unmittelbare Umgebung des Hundes regelmäßig gründlich zu reinigen.

Schlusswort

Man sollte bedenken, dass die Behandlung von Räude jede Menge Zeit und Geduld erfordert. Selbst nachdem die äußerlichen Symptome abgeklungen sind, kann es einige Zeit dauern, bis sich die Haut wieder vollständig erholt hat. Achtet dabei genau auf die Anweisungen des Tierarztes und führt ggf. noch einige Nachuntersuchungen durch.

Insgesamt ist es wichtig für jeden Hundebesitzer sich bewusst zu sein über die Anzeichen und Symptome von Räudemilbeninfektionen sowie über die notwendigen Schritte zur Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankung. Durch frühzeitiges Handeln kann man für das Wohlbefinden des geliebten Vierbeiners beitragen.

*dieser Beitrag enthält sogenannte Affiliate-Links (Werbe-Links), die mit

einem *Sternchen* markiert und kursiv geschrieben sind. Wenn Sie auf die Links klicken und über diese Links Produkte kaufen, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich aber für Sie damit nicht. Mehr zum Affiliate, könnt ihr hier erfahren..

Weitere interessante Beiträge