Übergewicht bei Hunden – 9 Folgen

Übergewicht bei unseren Fell-Freunden ist ein nicht zu verachtendes Problem. Ähnlich wie beim Menschen beeinträchtigt es die Gesundheit und den Bewegungsapparat erheblich, weshalb es sogar die Lebenserwartung des Vierbeiners reduzieren kann.


Hier erzählen wir euch alles wissenswerte zu Übergewicht bei Hunden, woran man es erkennt, was häufige Ursachen sind, die Folgen und was man dagegen tun kann.

Wann ist ein Hund übergewichtig?

Der erste Test: Beim Abtasten der Rippen, sollte man diese noch deutlich spüren können bei mäßigem bis leichtem Druck.
Bei stärkerem Übergewicht kann der Bauch schon sichtlich hängen und es legen sich Fettpolster über die Hüfte.

Ist der Hund beim toben offensichtlich schnell schlapp oder wird lahmer in seinen Bewegungen, ist das ein weiteres Anzeichen. Der Fell-Freund kann zunehmend schlechter Luft bekommen und sogar beim schlafen anfangen zu schnarchen. (Wenn es nicht rassebedingt schon immer so war!)

Übergewicht prüfen: Stellt euch mit dem Hund zusammen auf die Waage oder auf die Tierwaage beim nächsten Tierarztbesuch, bei Unsicherheiten könnt ihr diesen dann auch gleich um Rat fragen. Somit könnt ihr das Gewicht mit dem Idealgewicht der Hunderasse und Größe vergleichen, ab einer Abweichung von 10 % kann man von Übergewicht sprechen.

Mögliche Gründe

Zu große Futtermengen, minderwertiges Futter: Die Futtermengen auf den Verpackungen sind jeweils nur grobe Empfehlungen, diese sollten jedoch auf den Hund abgestimmt werden, je nach Alter, Aktivität und eventuellen Krankheiten kann der Bedarf vom Hund individuell stark sinken. Zu viele Leckerlis könnten auf Dauer zu Übergewicht führen. Futter mit Getreide oder schlechten Zusammensetzungen können zu einem Nährstoffüberschuss führen. In der Familie kann es auf Grund fehlender Absprache auch dazu kommen, dass der Hund doppelt Fressen bekommt.

Medizin, Krankheiten und Kastration: Oft klagen Hundebesitzer nach einer Kastration, dass sich der Hund weniger bewegt und trotzdem mehr frisst. Durch die Umstellung der Hormone wird der Hund oft träger, die Folge davon ist das er zusätzliches Fett ansetzt, wenn die Futtermenge nicht angepasst wird.
Bestimmte Medikamente und Krankheiten können ebenso den Appetit steigern, den Stoffwechsel verlangsamen oder das Aktivitätslevel senken.

Zu wenig Bewegung: Wenn die Spaziergänge nicht ausreichend sind, der Hund nicht spielen und toben darf, wird er mit der Zeit immer fauler und wird schnell an Gewicht zulegen.

Folgen

Die extra Pfunde können so einige negative Seiten mit sich bringen und Krankheiten begünstigen:

  • Hund wird weniger aktiv
  • Diabetes
  • Veränderungen im Fell und an der Haut
  • Veränderung der Atmung
  • Probleme mit der Verdauung, häufig Durchfall oder Verstopfung
  • Anfälliger für Krebserkrankungen
  • Bluthochdruck, somit mehr Arbeit für das Herz-Kreislaufsystem
  • Entzündung und Krankheiten der Gelenke
  • kann die Lebenserwartung verkürzen

Wer sein Tier liebt möchte diese natürlich vermeiden, hier haben wir für euch ein paar Tipps zusammengefasst um dem Übergewicht vorzubeugen und was man dagegen tun kann:

In besonders schlimmen Fällen sollte man überlegen ob man nicht doch beim Tierarzt vorstellig wird, um eine spezielle Diät zu planen, mit kalorienärmeren Diäthundefutter. Nur die Futtermenge des bisherigen Futters zu reduzieren macht da meist wenig Sinn, da so viele Nährstoffe fehlen würden.

Mehr Bewegung ist aber in den meisten Fällen erstmal ausreichend. Plant euch mehr Zeit für euer Tier ein, macht größere Runden und spielt zwischendurch zusammen. Fahrradfahren, Hundesport und Joggen können auch helfen den Energieverbrauch des Tieres zu steigern. Liegen schon Vorerkrankungen vor, sollte man in diesem Fall natürlich vorsichtig sein und es individuell anpassen.

Macht euch Gedanken ob die Futtersorte wirklich die richtige ist und geht den Inhaltsstoffen genauer auf den Grund, im Zweifel solltet ihr das Futter umstellen. Beachtet außerdem die richtigen Futtermengen. Füttert weniger Leckerlis, belohnt stattdessen mit Streicheleinheiten oder Spielzeugen.

Diätfutter wäre auch eine Option, allerdings sollte man sich da vorher ausreichend fachkundig beraten lassen, also von einem Tierarzt oder im Zoofachgeschäft.

Wir wünschen euerm Tier viel Gesundheit und hoffen dass euch unsere Tipps weiterhelfen. Bei ernsthaften Problemen und Sorgen mit euren Tieren, ist es immer besser einen Tierarzt aufzusuchen!

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