Niereninsuffizienz bei Katzen – alles wichtige dazu & 10 Anzeichen

Man geht davon aus, das etwa 50 Prozent aller Katzen ab einem Alter von über 11 Jahren, Probleme mit der Niere haben. Die häufigste Erkrankung ist wohl eine Niereninsuffizienz bei Katzen. Wie man als Besitzer damit umgehen soll, woran man es erkennt und wie man es behandeln kann, das erfahrt ihr alles hier.

Die Niere ist genauso wie bei uns, ein überlebensnotwendiges Organ. Wie wir, hat auch die Katze 2 davon. Bei einer Niereninsuffizienz die chronisch ist (kurz: CNI) arbeitet die Niere nur noch eingeschränkt, so dass immer weniger Giftstoffe und für den Körper unverträgliches, mit Hilfe von ihr ausgeschieden werden. Das Gewebe des Organs ist teilweise zerstört, wodurch die Niere eine eingeschränkte Funktion als natürlicher Filter hat.

Woran erkennt man Niereninsuffizienz bei Katzen?

Das Problem dabei ist, dass sich deren Symptome nicht sofort zeigen. Erst im Fortschreiten der Krankheit, also wenn die Niere schon allmählich abbaut, zeigen sich erste Anzeichen, die darauf hinweisen könnten. Mit einem genauen Blick auf sein Tier, machen sich diese Dinge dann vielleicht bemerkbar:

  • Katze trinkt mehr als sonst und aufgrund dessen häufigeres Wasserlassen
  • Mundgeruch
  • Wirkt schlapp und wenig antriebslos, kaum noch aktiv
  • Frisst weniger als gewöhnlich oder verweigert es gar komplett
  • Verlust an Körpergewicht
  • Veränderungen im Fell, es wirkt weniger glanzvoll
  • Erhöhter Blutdruck
  • Häufiges Erbrechen
  • Leidet häufiger an Erkältungen oder anderen Infektionskrankheiten

Eine weitere Folge dieser Nierenerkrankung kann auch das Verkalken der Organe sein, was die Knochen nachhaltig schwächt und Brüche mit sich bringen kann.

Bemerkt ihr eins oder mehrere dieser Anzeichen bei eurer Katze, solltet ihr damit nicht unbedingt lange warten, sondern die Katze zeitnah von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Dieser kann mit einer Blutuntersuchung eine sichere Diagnose feststellen, dabei wird das Blut unter anderem auf Kreatinin und Harnstoff überprüft. Weitere Möglichkeiten wären das abtasten der Nieren, wo man bei sehr fortgeschrittenen Verläufen schon eine Verkleinerung bemerken könnte und eine Ultraschalluntersuchung das genauer zeigen kann. Und mit einer Untersuchung des Urins, könnte man eine Nierenerkrankung ebenfalls feststellen, denn dieser weißt dann eine geringere Konzentration auf und enthält außerdem ausgeschiedene Eiweiße (die eigentlich der Körper verwerten müsste).

Niereninsuffizienz bei Katzen
…nicht immer ist diese Erkrankung der Niere bei Katzen sichtbar

Wodurch entsteht Niereninsuffizienz bei Katzen?

Die genauen Ursachen für eine Erkrankung sind aus tierärztlicher Sicht noch nicht so wirklich aufgeklärt. Es betrifft aber vor allem Katzen im fortgeschrittenen Alter, ab ungefähr 10 Jahren. Mögliche Gründe für diese Art der Nierenerkrankung sind vermutlich:

  • Vergiftungen durch Giftköder, Schwermetalle oder auch giftigen Pflanzen
  • Vorherige Nierenentzündungen
  • Nierensteine
  • Bluthochdruck
  • Infektionskrankheiten wie bspw. FIP
  • Tumore und Zysten, vor allem am Bereich der Niere

Zum anderen kann es schon in den Veranlagung stecken und vererbt werden. Wodurch es also teils auch jüngere Katzen treffen kann.

Behandlung von Niereninsuffizienz bei Katzen

Wurde vom Tierarzt erst einmal festgestellt, dass es sich um Niereninsuffizienz handelt, kann er anhand dieser Blutwerte auch das Stadium der Krankheit ermitteln.
Heilbar ist diese leider nicht, aber es gibt Mittel und Wege sie etwas zu verzögern und der Katze dennoch eine hohe Lebensqualität zu bieten.
Dafür ist die regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt das A und O, dieser wird Auskunft erteilen, wie man es am besten behandelt.

Zum einen gibt es Medikamente, um den Blutdruck zu senken und das Erbrechen zu stoppen.
Zum anderen sollte man die Nahrung umstellen, auf spezielles Futter für Katzen mit Nierenleiden. Das sorgt dafür eine ausreichende Energieversorgung des Tieres und minimiert gleichzeitig die Belastung der Nieren.
Das wichtigste ist dazu noch die Ausreichende Versorgung mit genügend frischen Wasser und Acht zu geben dass die Katze genug trinkt. Dies spült Giftstoffe auf den Körper und gleicht den hohen Flüssigkeitsverlust aus. Helfen kann man da beispielsweise mit einem Trinkbrunnen* oder etwas Geflügelbrühe zum trinken anbieten, vor allem bei trink faulen Katzen.

Minimiert es die Lebenserwartung?

Wer mit der Behandlung am Ball bleibt und es vor allem regelmäßig beim Tierarzt prüfen lässt, ist das schon mal eine Chance, dass die Lebenserwartung damit zumindest nicht immens sinkt.
Wer sich jedoch nicht um eine Behandlung bemüht und nichts dagegen tut, senkt damit auch die Lebensqualität/-erwartung seines Fell-Freundes und trägt dazu bei, das sie umso schneller fortschreitet. Die Katze erleidet dann wahrscheinlich recht schnell einen unschönen Tot, durch eine Vergiftung, da keine Giftstoffe mehr als dem Blut gefiltert werden.

Fazit

Niereninsuffizienz bei Katzen ist leider kein schönes Thema, da es vor allem sehr viele Tiere im hohen Alter betrifft. Dank der vielen Möglichkeiten für die Behandlung, kann man trotz einer Erkrankung seiner Katze ihr genauso viel Lebensqualität bieten wie vorher und lässt sie auch keinen zu frühen Tod sterben.

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