Diabetes bei Katzen – 7 Symptome


Diabetes ist nicht nur bei Menschen eine der häufigsten Stoffwechselstörungen, sondern auch bei Katzen weit verbreitet. Die gute Nachricht ist, dass man dieser Krankheit gut vorbeugen kann und im Falle einer Erkrankung in der Regel gut behandelt werden kann. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über Diabetes bei Katzen.

Was ist Diabetes bei Katzen überhaupt?

Diabetes bei Katzen wird ebenfalls durch eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse verursacht, ähnlich wie bei Menschen. Die Bauchspeicheldrüse ist dafür verantwortlich, das Hormon Insulin zu produzieren und freizusetzen. Ohne dieses lebenswichtige Insulin oder bei einem Mangel an diesem Hormon kann der Körper der Katze den aufgenommenen Zucker aus der Nahrung nicht mehr verwerten. Stattdessen wird er unverändert ausgeschieden. Dies führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel nur begrenzt oder gar nicht mehr reguliert werden kann, was zu einer Über- oder Unterversorgung von Zellen und Organen führt.

Um einer Katze in einem solchen Fall zu helfen, ist es wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, weshalb ein Tierarztbesuch unerlässlich ist. Eine Behandlung und strikte Anpassungen an die neuen Umstände können schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herz- und Kreislaufprobleme verhindern und ermöglichen es der Katze, auch mit Diabetes ein langes Leben zu führen.

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Ursachen für Diabetes bei Katzen

Wie bereits erwähnt, ist es möglich, Diabetes bei Katzen gut vorzubeugen. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die mit der Krankheit in Verbindung stehen können. Dazu gehören unter anderem Übergewicht, welches oft einer der Hauptauslöser für Diabetes bei Katzen ist. Übergewicht kann zu einer Erkrankung an der Zuckerkrankheit führen, insbesondere wenn die Katze Futter mit zu vielen Kohlenhydraten und Zucker erhält oder schlicht zu große Futtermengen bekommt. Zudem kann Bewegungsmangel ein Risikofaktor sein, insbesondere bei reinen Hauskatzen, die nicht genug Bewegung im Freien bekommen, womit Freigängerkatzen hingegen kaum Probleme damit haben.

Stress ist ein weiterer Faktor, der sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken und Katzen anfälliger für die Krankheit machen kann. Alter ist ebenfalls ein häufiger Grund für Diabetes bei Katzen, da ein verlangsamter Stoffwechsel und die oben genannten Faktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel dann eine Rolle spielen können.

Symptome von Diabetes bei Katzen

Um Diabetes bei Katzen schon im Frühstadium zu erkennen, ist es wichtig, auf bestimmte Anzeichen zu achten. Einige dieser Anzeichen sind offensichtlich, während andere eine aufmerksamere Beobachtung seitens des Besitzers erfordern.

  • gesteigerter Durst
  • darauf folgend mehr Harndrang oder sogar Unsauberkeit in der Wohnung
  • mehr Appetit wie üblich
  • trotz dessen stetiger Gewichtsverlust, da Nährstoffe nicht optimal verwertet werden
  • deutlicher Haarverlust, Fell wirkt krank
  • Mattigkeit, schläft deutlich mehr
  • Diabetes kann sich sogar optisch bemerkbar machen, indem sie einen lahmen, komischen Gang haben und zudem Sprünge vermeiden. Experten bezeichnen dies als „plantigraden Gang“, bei dem Katzen nicht wie gewohnt nur auf ihren Pfoten laufen, sondern mit auf den ganzen unteren Hinterbeinen und Sprunggelenken

Diabetes bei Katzen – Die Behandlung

Um Diabetes bei Katzen zu behandeln, sollte die Krankheit erst einmal zweifelsfrei von einem Tierarzt diagnostiziert werden. Dies erfolgt häufig durch Blutabnahmen und die Überwachung des Langzeitblutzuckerspiegels. Die darauffolgende Behandlung beinhaltet in der Regel die Gabe von zusätzlichem Insulin, da der Körper der Katze nicht ausreichend Insulin produziert. Dies geschieht normalerweise in Form von Spritzen, die je nach Anweisung des Tierarztes ein- bis zweimal täglich verabreicht werden. Heutzutage gibt es dies jedoch auch Tablettenform, die die Verabreichung erleichtern und auch für Besitzer vereinfachen.

Neben der medikamentösen Behandlung ist es wichtig, den gesamten Alltag der diabetischen Katze anzupassen. Dazu gehört die Bereitstellung von gesundem, zuckerfreiem und kohlenhydratarmem Futter sowie stets ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Zudem ist es wichtig, für Bewegung und Aktivität zu sorgen, sei es durch gemeinsame Spiele oder Freigang. Regelmäßige Besuche und Kontrollen beim Tierarzt sind dann ebenfalls unerlässlich, um den Zustand des Tieres stetig zu überwachen und gegebenenfalls die Insulinmenge anzupassen. Darüber hinaus benötigt die Katze dann natürlich umso mehr Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung.

Wenn all dies berücksichtigt wird, kann eine Katze trotz ihrer Krankheit ein erfülltes und glückliches Leben führen. In einigen milderen Fällen kann sich die Krankheit sogar im Laufe der Zeit verringern oder ganz abflachen, womit man allerdings nicht rechnen sollte.

Unbehandelt kann Diabetes bei Katzen jedoch tödlich verlaufen, da der Organismus bei zu hohem oder zu niedrigem Blutzuckerspiegel versagt und schnell ein Schock droht.

Die Vorbeugung

Wie man Diabetes bei unseren Samtpfoten vorbeugen kann, lässt sich gut an den Ursachen und Risikofaktoren herleiten. Kurz noch einmal zusammengefasst, wie man ihr vorbeugt:

  • gutes, nährstoffreiches Futter
  • ausreichende Bewegung
  • Regelmäßige Routinekontrollen beim Tierarzt
  • Viel Zuwendung und Aufmerksamkeit
  • Übergewicht unbedingt vermeiden oder reduzieren

Schlusswort

Es gibt einige Möglichkeiten, Diabetes bei Katzen in gewisser Weise vorzubeugen. Wer ohnehin bereits sein Bestes für die Gesundheit der Katze tut und sie ordnungsgemäß ernährt, legt damit bereits den Grundstein. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass auch völlig gesunde Katzen erkranken.

Mit angemessener Pflege stellt dies jedoch kein unüberwindbares Problem dar und kann gut behandelt werden. Es bedeutet also nicht zwangsläufig ein kürzeres Leben oder eine deutlich geminderte Lebensqualität, aber wenn es unbehandelt bleibt, kann es schnell lebensbedrohlich werden.

Daher gilt: Bei Verdacht auf Diabetes die Katze so schnell wie möglich einem Tierarzt vorstellen!

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